Geschichte
Die Entstehung des
Tischtennisclubs geht auf die Zeit zurück, in der man bereits im
"Bunker" des alten Jugendheimes den Tischtennissport betrieb. Im Jahre
1964 - alle Tischtennisspieler waren Kolpingsmitglieder - kam die Idee, einen
Verein zu gründen.
Als Tische hatte man nur zwei Holzböcke mit Querlatten und eine Spanplatte, die
grün gestrichen wurde. Die Kolpingsfamilie kaufte zwei Netze "Erlau".
Man war gleich voll begeistert. Mit Unterstützung der Kolpingsfamilie war es
dann schließlich möglich, einen Verein zu gründen. Der Tischtennissport war
zu dieser Zeit noch nicht so stark im Kreis Amberg vorhanden. Deshalb musste man
sich dem Kreis Amberg/Schwandorf anschließen. Kreisvorsitzender war zu dieser
Zeit Fridolin Gans und Bezirksvorsitzender Werner Hielscher. Bis zum Einstieg in
die Kreisliga unternahm man einige Freundschaftsspiele gegen umliegende Vereine.
1966 stiegen wir dann endgültig in den Rundenspielbetrieb ein. Wir konnten
deshalb nicht mehr im Keller des Jugendheimes spielen und mussten einen
größeren Raum haben. Die Pfarrei überließ uns die Bühne des Josefshauses.
Diese hatte natürlich einige Gefahren. Durch Heizkörper und Theaterkulissen
sowie Metallplatten war es nicht immer leicht, Tischtennis zu spielen. Eine
Metallplatte, im Boden eingelassen, war auch die Ursache des ersten Unfalls im
Verein. Sportkamerad Nagel Reinhard musste nach einem Ausrutscher zum Arzt
gebracht werden. Da die Mitglieder immer mehr wurden, stellte man einen Antrag
an die Stadt Hirschau, um eventuell im alten Schulhaus hinter der Kirche einen
leeren Schulraum zu bekommen. Mit Wirkung vom 17.08.1967 wurde dem TTC von
Seiten der Stadt zum ersten Mal ein Mietvertrag für einen Raum im alten
Schulhaus angeboten. Dort herrschten im Winter extreme Bedingungen, denn der
Raum hatte nur einen kleinen Ofen, der mit Öl beheizt werden konnte. Ein
Umkleideraum war ebenfalls nicht vorhanden. Der Verein setzte einen Gerätewart
ein, um einigermaßen gute Bedingungen für den Spielbetrieb zu haben. Diese
Aufgabe übernahm Siegfried Kunze, der in unmittelbarer Nähe wohnte. Auch mit
dem Boden hatte man so seine Schwierigkeiten. Es war ein alter mit Öl
getränkter Bretterboden. So waren die Folgeen eines Ausrutschers immer schwarze
Flecken in der Spielkleidung.
Zur Saison 69/70 zog man dann in die Schulturnhalle um. Zu dieser Zeit hatte der
Verein bereits zwei Herren-, zwei Damen- und zwei Jungenmannschaften.
1972 wurden in Hirschau zum ersten mal Kreismeisterschaften ausgetragen.
Ebenfalls wurde die erste Mannschaft der Herren Kreismeister und stieg in die
Bezirksliga auf.
Im Jahre 1973 begann dann die große Freundschaftsaktion mit der Kolpingsfamilie
Dirmstein.
1976 musste sich die 1. Herrenmannschaft wieder aus der Bezirksliga
verabschieden. Jedoch spielte man mit 2 Damenmannschaften in der Bezirksliga.
Die Jungenmannschaft wurde in der Besetzung Weigert Konrad, Luber Erich, Hösel
Josef und Dotzler Robert in der 3. Bezirksliga Meister. Inzwischen gab es auch
eine Mädchenmannschaft. Auf Kreis- und Bezirksebene belegte man vordere
Plätze. Mit den Spielerinnen Stamminger Sigrid, Weigert Petra, Leitermann Ruth
und Hartinger Roswitha hatte der Verein eine schlagkräftige Truppe.
Im Jahre 1975 ging im Verein ein neuer Stern im Jugendbereich auf. Ein
Naturtalent war für Hirschau die Spielerin Waldhauser Claudia. Die Begeisterung
schwappte soweit über, dass man Claudia sogar bei den Damen einsetzte, ohne
dass man eine Jugendfreigabe beantragt hatte. Das einzige Vergehen in der
Vereinsgeschichte! In der zweiten Saison holte man es nach.
1976 kam dann noch ein Waldhauser-Mädchen dazu. Waldhauser Beate eiferte ihrer
Cousine kräftig nach, und so wurde man auf der Ebene des Kreises und Bezirkes
schnell bekannt. Die neue Mädchenmannschaft formierte sich zu einem
gefürchteten Team für alle gegnerischen Mannschaften auf jeder Ebene. Die
besten Jahre waren für die Mädchenmannschaft von 1979 - 1983.
Im Jahre 1980 wurde die Mannschaft (Waldhauser Claudia, Waldhauser Beate, Gleich
Silvia und Krammer Susanne) süddeutscher Vizemeister In Walldorf. Zuvor
erreichte man den bayerischen Meistertitel in Augsburg. Das damals noch
ausgetragene Masterturnier, an dem die besten bayerischen Mannschaften
teilnahmen, gewann man in Heideck souverän.
Inzwischen waren die Herren wieder Kreismeister; das war der erneute Aufstieg in
die Bezirksliga. Die ehemalige Mädchenmannschaft schlug sich auch in der
Damenliga recht gut. So gewannen sie im Bezirkspokal gegen Neumarkt den Titel.
1980 wurde unser ältestes Mitglied Georg Hertlein zum Ehrenmitglied des TTC
Kolping Hirschau ernannt. Anlässlich einer Mitgliederversammlung im Gasthaus
Schreiner, Hofbräustüberl, wurden vier weitere Mitglieder mit der Ehrennadel
ausgezeichnet. Dies waren Prösl Hans, Meier Peter, Zinner Achim und Götz Josef
aus Krondorf.
1983 ging eine Ära des TTC Hirschau zu Ende. Die Damenmannschaft musste
aufgrund personeller Schwierigkeiten aufgelöst werden. Waldhauser Beate
wechselte zum TSV Detag Wernberg und Gleich Silvia zum SV Schmidmühlen.
Waldhauser Claudia und Krammer Susanne beendeten ihre Karriere. Ein Neuaufbau
der Mädchenmannschaft musste begonnen werden. Die neue Mannschaft setzte sich
aus Knorr Susanne, Kny Evi, Fertsch Andrea und Zinkl Tanja zusammen. Fleischmann
Walter machte seinen Übungsschein. Leider musste er aus beruflichen Gründen
nach einigen Jahren diese Tätigkeit aufgeben.
Inzwischen erwarb Franz Böhm den Übungsleiterschein mit Erfolg.
Im Jahre 1984 beging man in einem größeren Rahmen, im Sportcafe am Monte
Kaolino, das 20jährige Bestehen des Vereins. Vorangegangen war ein großes
Pokalturnier. Auch Mannschaften außerhalb der Oberpfalz nahmen daran teil. Die
Kolpingsfamilie Dirmstein und SV Mistelgau, in dem das frühere Mitglied
Reinhard Nagel das Zepter führte. In dieser Mannschaft spielte auch der
Rollstuhlfahrer Rainer Kolb und gewann souverän alle seiner Spiele.
Ebenfalls in 1984 musste die 1. Herrenmannschaft eine Zwangspause in der
Kreisliga machen. Sie schaffte aber sofort wieder den Aufstieg. In dieser Zeit
mussten auch größere Anschaffungen gemacht werden. Neue Netze, sowie fünf
neue Tische mussten gekauft werden. Die Spielfeldumrandungen wurden zum
größten Teil von der örtlichen Geschäftswelt und von Gönnern des TTC
gespendet. Ein großer Anschaffungsposten waren auch die einheitlichen
Trainingsanzüge. Auch hier konnten mit der Dorfner GmbH, der Raiffeisenbank
Hirschau, Optik Stock und Blumen Kick tatkräftige Unterstützer gefunden
werden.
Seit Einführung der Minimeisterschaften durch den DTTB hatte der Verein auch
Interesse an diesen Meisterschaften gezeigt. In Verbindung mit der Hirschauer
Raiffeisenbank wurden jährlich die Ortsentscheide durchgeführt. Im Jahre 1988
schafften sogar zwei Jugendliche aus Hirschau den Sprung in das bayerische
Finale in Hauzenberg. Ein zweiter Platz von Paul Coester und ein dritter Platz
von Silvia Kny waren beachtliche Erfolge für die oberpfälzer Region. Die 1.
Jungenmannschaft konnte nach gutem Abschneiden in der 2. Bezirksliga Süd 1988
in die Oberpfalzliga aufsteigen. Eine zweite Jungenmannschaft musste aufgrund
des erfreulichen Zulaufes gemeldet werden. Auch eine Damenmannschaft konnte
wieder am Spielbetrieb auf Kreisebene teilnehmen. Die Damen Stein Alexandra,
Scholz Silvia, Namyslo Ingrid, Stark Andrea und Stepan Sigrid konnten auf Anhieb
den Herbstmeistertitel und den Kreispokal im Jahre 1988/89 gewinnen. Die 2.
Herrenmannschaft spielte um den Aufstieg in die 1. Kreisliga mit. Die 3.
Herrenmannschaft spielte in der 3. Kreisliga im Mittelfeld mit. Die neu
formierte Mädchenmannschaft spielte ebenfalls in der Kreisliga Amberg.
Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Pokalturniere eingeführt. So gab es
derzeit ein Zweier-Mannschafts-Turnier, Doppelmeisterschaft,
Vereinsmeisterschaft, Stadtmeisterschaft, Familienturnier, Gedächtnisturniere
und den Supercup für Erwachsene und Jugendliche.